R-Boot Kriegsmarine 1:100

R-Boot Typ 218

Für die Räumung von Minen im Küstenvorfeld und in küstennahen Gewässern wurden ab den 1920er Jahren kleine, wendige und amagnetische Räumboote entworfen. Die ersten Boote der überwiegend aus Holz gebauten Boote waren mit einem neuartigen Voight-Schneider-Antrieb ausgestattet. Die Entwürfe wurden ständig weiterentwickelt, wobei sich die Boote mehr und mehr vergrößerten. Im Kriegsverlauf wurde aus Materialmangel überwiegend der konventionelle Antrieb eingebaut. Der Typ 43 , Baujahr 1943/44, war mit einer Länge von 41,1m und 150t Verdrängung der größte R-Boot Typ der Kriegsmarine.

R-Boote wurden nicht nur für den ursprünglichen Einsatzzweck eingesetzt, sondern führten wie alle kleinen Einheiten der Kriegsmarine eine Vielzahl von Aufgaben aus, unter anderm Geleitdienst, U-Jagd, Vorpostendienst, Sicherungsaufgaben, Patroiullen und Seerettung. Etwa 140 Boote waren nach Kriegsende noch vorhanden und wurden an die Alliierten ausgeliefert. NAch dem Krieg setzte die GMSA einige Boote ein. Selbst Bundesmarine und Volksmarine verfügten noch über R-Boote der Kriegsmarine.

Das Modell im Maßstab 1:100 stammt von Lassek und wurde von mir gebraucht gekauft. Oberflächlich gut in Schuss war die Technik aber "hinüber". Welle und Ruder waren festgefressen, Stromversorgung ausgelutscht und Empfänger und Regler unbrauchbar. Die Technik wurde von mir weitestgehend instandgesetzt, ebenso wie einige Verbesserungen an der Optik. Sonderfunktionen sind keine eingebaut.