Abzweigmodul

Eine Resteverwertung besonderer Art - ein Scartch-Build Projekt

Ein Abzweigmodul? Was soll das? Das passt doch gar nicht in das Modulkonzept!

Richtig das Abzweigmodul passt nicht in die Kato-Geometrie (zumindest in der Praxis) und macht daher auf den ersten Blick keinen Sinn. Warum also so was bauen?

Ausgangspunkt dieses Projekts war, dass ich eine Fehllieferung eines 22,5 Grad Moduls erhalten habe, mit der ich nichts anfangen konnte. Meine Doppelgleis-Übergangsmodule waren komplett, weitere Kurvenmodule werde ich mit Holzschwellen in 45 Grad bauen und ein einzelnes 22,5 Grad Modul kann man wirklich nicht gebrauchen.

Also warum nicht ein wenig basteln und aus einem geraden Modul und dem übrigen Kurvenmodul einen Abzweig bauen.

Die Grundidee ist ein gerades Modul. Ein Gleis wird zum Teil ersetzt durch eine Weiche. Anschließend wird das 22,5 Grad Modul so zugeschnitten, dass es an das gerade Modul angebaut werden kann. Zum einzelnen Abzweiggleis kommt noch ein Stummel mit Prellbock als Imitation eines Abstellgleises, so dass nun ein ganz normales Modul an den Abzweig angesetzt werden kann.

Der so entstandene Gleisabzweig kann nun genutzt werden, um zum Beispiel einen "Güterbahnhof" anzubinden (z.B. auch meinen "Hafenkai"). Ich werde es verwenden, um ein Modul mit einem Übergangsstück für Trainsafe-Vision Aufbewahrungsröhren ansetzen zu können. Damit rollen die Züge direkt aus ihrem Wanddisplay auf die Modulanlage und wieder zurück, das lästige Aufgleisen entfällt.

Alleine für sich kann der Abzweig nur das äußere, im Bild untere, Gleis bedienen. Setzt man aber an das Abzweigmodul ein Modul mit Hosenträgerweiche an kann man den Zug auch auf des innere - obere - Gleis überführt werden.

Die Schaltung des Gleises erfolgt per Hand, kann aber auch elektrisch erfolgen. Ein elektrischer Weichenantrieb ist jedenfalls eingebaut. Da die Module jedoch "tabletop" eingesetzt werden und ohnehin problemlos erreichbar sind einem Handbetrieb gar nichts entgegen.

Die Baustufen in Bildern