Hosenträgermodul

Die einfachste Umsetzung überhaupt - des Hosenträgermodul

Manchmal wäre es wünschenswert, wenn Züge die Gleise wechseln könnten - von links nach rechts respektive von innen nach außen oder vorne nach hinten, je nach Blickwinkel.

Die Lösung ist in Praxis wie Modell eine Hosenträgerweiche ("doppelte Gleisverbindung"). Technisch gesehen sind es vier einfache Weichen, deren Fahrspuren sich in der Mitte kreuzen.

Kato bietet unter der Nummer 20-210 eine solche Weiche an. Das schöne dabei ist: Das Weichenpaket ist exakt so lang wie die Standardgleise für ein gerades Trainsetter Modul - und noch dazu aus einem Stück. Der Aufbau ist also extrem einfach und schnell. Einfach Minimodul zusammenbauen, Weiche aufkleben, Grasmatte aufkleben, fertig ist die Laube.

Aber halt! Eine winzige Schwierigkeit gibt es doch. Nämlich die Durchführung der Anschlusskabel.

Die Hosenträgerweiche ist elektrisch. Im Lieferzustand sind die Anschlusskabel mit einem pompösen Stecker versehen. Das gilt zwar für die "normalen" Weichen genauso jedoch mit dem Unterschied, dass bei den normalen Weichen das Anschlusskabel in einem relativ großzügigen Bereich unter der Weiche abgeleitet werden kann. Man kann also ein großes Loch in das Trassenbrett bohren, durch den der voluminöse Stecker durchgeführt wird, das aber von der Weiche wieder verdeckt wird. Bei der Hosenträgerweise ist der Spielraum unter der Weiche sehr begrenzt, das Kabel ist mehr dafür vorgesehen, seitlich herausgeführt zu werden. Ei offenes Kabel sieht aber nicht gut aus.

Meine Vorgehensweise: Ich habe auf der Höhe, auf der das Kabel aus der Weiche herausgeführt wird, in das Trassenbrett mit der Stichsäge einen Schlitz bis unter die Weiche gesägt. Durch diesen Schlitz habe ich das Kabel durchgeführt, der riesige Stecker musste gar nicht durch das Trassenbrett geführt werden. Die Grasmatte liegt über dem Schlitz - man sieht nichts mehr davon.

Wie auch die Weiche in meinem Abzweigmodul sind die Hosenträgerweichen zwar elektrisch, werden aber per Hand gestellt. Man ist bei den Tabletop-Minimodulen stets so nah dran, dass es nicht wirklich Sinn macht, eine elektrische Ansteuerung einzurichten.

Der Hosenträger ermöglicht einen Wechsel der Gleise und somit auch, dass Züge auf die nur nach einer Seite geführte Abzweigweiche geführt werden.